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Die große Vertreibung der Protestanten

Dennoch erhielt sich im 16. und 17. Jahrhundert vor allem in den ländlichen Gebieten Salzburgs ein Geheimprotestantismus, der besonders bei der bäuerlichen Bevölkerung eine zahlreiche Anhängerschaft hatte. Er konnte sich im Stillen durch fast zweieinhalb Jahrhunderte behaupten, bis Erzbischof Leopold von Firmian die aufgespürten Protestanten, die an ihrem Glauben festhielten, in den Jahren 1731 und 1732 innerhalb kurzer Zeit zur Auswanderung zwang.

Es waren etwa 22.000 Emigranten, die in mehreren Zügen Salzburg verließen, wobei sie ihre Kinder unter vierzehn Jahren zurücklassen mussten. Sie fanden in Ostpreußen unter dem Kurfürsten Friedrich Wilhelm eine neue Heimat, während ein kleiner Teil auch nach Holland und Amerika (Georgia) auswanderte. Dieses Ereignis hatte in ganz Europa großes Aufsehen erregt.